Bilder gehören längst zu den unverzichtbaren Elementen moderner Webseiten. Sie vermitteln Emotionen, unterstützen Botschaften, strukturieren Inhalte und steigern die Nutzererfahrung. Doch neben ihrer visuellen Stärke erfüllen sie noch eine weitere, oft unterschätzte Funktion: Sie können die Suchmaschinenoptimierung maßgeblich beeinflussen. Der Schlüssel dazu sind Alt-Tags.
Alt-Tags – auch Alt-Attribute oder Alternativtexte genannt – beschreiben für Suchmaschinen und Screenreader, was auf einem Bild zu sehen ist. Damit werden sie zum zentralen SEO-Baustein, der sowohl Barrierefreiheit als auch Sichtbarkeit stärkt. Dieser Fachartikel beleuchtet die Bedeutung von Alt-Tags, häufige Fehler und zeigt, wie du sie optimal einsetzt.
Warum Alt-Tags ein unverzichtbarer Bestandteil der SEO sind
Während Nutzer ein Bild intuitiv verstehen, „sieht“ Google lediglich eine Datei mit Pixelinformationen. Erst durch den Alt-Text erkennt der Algorithmus, worum es auf dem Bild geht und wie relevant es für den Inhalt einer Seite ist.
1. Alt-Tags helfen Google, Bilder zu verstehen
Bilder sind für die Suchmaschinen-Crawler eine Blackbox. Alt-Tags liefern die notwendigen Informationen, um:
den Bildinhalt thematisch einzuordnen
die Relevanz für die Seite und das Keyword zu erkennen
Bildersuchergebnisse korrekt auszuspielen
visuelle Inhalte korrekt in den Kontext der Webseite einzubetten
Mit präzisen Alt-Tags steigt die Chance, dass deine Bilder in der Google-Bildersuche gut ranken – ein wichtiger, häufig unterschätzter Traffic-Kanal.
2. Alt-Tags verbessern das Ranking der gesamten Seite
Google bewertet Webseiten zunehmend ganzheitlich. Wenn Bilder präzise beschrieben sind, wirkt sich das positiv auf:
das thematische Gesamtverständnis
die Relevanzsignale
die Keyword-Abdeckung
die interne Struktur der Seite
Guter Bild-SEO stärkt also nicht nur das Ranking der Bilder selbst, sondern auch das der gesamten Seite.
3. Alt-Tags sind essenziell für Barrierefreiheit
Screenreader lesen Alt-Texte vor – für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen sind sie daher unverzichtbar. Webseiten ohne Alt-Tags sind nicht barrierefrei.
Google bewertet Barrierefreiheit zunehmend positiv, weil sie die User Experience verbessert.
Barrierefreie Webseiten erhalten oft:
bessere Nutzersignale
niedrigere Absprungraten
bessere Platzierungen in Suchergebnissen
SEO und Accessibility gehen hier Hand in Hand.
Wie du Alt-Tags richtig formulierst
Ein häufiger Fehler ist, Alt-Tags entweder gar nicht, zu allgemein oder überoptimiert zu schreiben. Gute Alt-Tags folgen bestimmten Richtlinien.
1. Beschreibe das Bild präzise
Der Alt-Text sollte in einem Satz beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist, z. B.:
„Frau arbeitet an einem Laptop in einem modernen Büro.“
„Mechaniker prüft den Motor eines Fahrzeugs in einer Werkstatt.“
Wichtig: Beschreibe nur das, was wirklich zu sehen ist – nicht das, was du gerne aussagen möchtest.
2. Verwende das Keyword – aber natürlich
Keyword-Stuffing in Alt-Tags ist ein klares SEO-No-Go. Stattdessen gilt:
Wenn sich das Keyword logisch einfügen lässt, nutze es.
Wenn nicht: weglassen.
Beispiel (gut):
„Schwarze Laufschuhe auf weißem Hintergrund – Produktfoto.“
Beispiel (schlecht):
„Laufschuhe kaufen SEO Laufschuhe günstig Laufschuhe Shop.“
3. Halte Alt-Tags kurz und verständlich
Optimal sind 5–12 Wörter, maximal ein kurzer Satz.
Ziel ist Verständlichkeit – kein Roman.
4. Verzichte auf unnötige Formulierungen
Nicht nötig sind:
„Bild von…“
„Foto zeigt…“
„Grafik von…“
Screenreader erkennen automatisch, dass es sich um ein Bild handelt.
5. Nutze einzigartige Alt-Tags für jedes Bild
Duplicate Alt-Tags sind ein häufiger Fehler.
Jedes Bild braucht eine individuelle Beschreibung – auch wenn sich Motive ähneln.
Die häufigsten Fehler bei Alt-Tags – und wie du sie vermeidest
Viele Websites vergeben Alt-Texte zwar, nutzen ihr Potenzial aber nicht vollständig. Die folgenden Fehler solltest du unbedingt vermeiden.
1. Alt-Tags komplett weglassen
Fehleintrag Nummer eins: Bilder ohne Alt-Text.
Das schadet sowohl SEO als auch Barrierefreiheit.
2. Nur Keywords eintragen
Keyword-Stuffing wird von Google abgestraft und verschlechtert die Nutzererfahrung.
3. Beschreibung passt nicht zum Bild
Unpassende Alt-Tags verwirren Google – und Nutzer.
4. Wichtige Bilder vergessen, unwichtige taggen
Priorisiere:
Produktbilder
Beitragsbilder
grafische Elemente mit Informationswert
Deko-Elemente dürfen mit einem leeren Alt-Text versehen werden (alt="").
5. Alt-Tags mit Dateinamen verwechseln
Der Dateiname ist ebenfalls ein SEO-Signal, aber ein anderer Baustein.
Alt-Tag und Dateiname sollten sich ergänzen – nicht ersetzen.
Fazit: Alt-Tags sind kleine Details mit großer SEO-Wirkung
Alt-Tags mögen klein erscheinen, doch sie erfüllen eine essenzielle Aufgabe im SEO-Gesamtgefüge. Sie verbessern:
die Auffindbarkeit in der Bildersuche
die Relevanzsignale für Google
die Barrierefreiheit
die User Experience
das Ranking der gesamten Seite
Wer Alt-Tags richtig einsetzt, stärkt die Sichtbarkeit seiner Website nachhaltig. Sie sind ein einfaches, aber extrem wirkungsvolles SEO-Element – und genau deshalb gehören sie unbedingt zu jeder professionellen SEO-Strategie.